Wir über uns

Erfahren Sie mehr über unsere Historie

1914 Mai Gründung eines Kriegervereins in Wipperfürth, zum Zwecke der Kameradschaftspflege und um die vaterländische Gesinnung zu wecken (Patriotismus) gegenüber dem Hause der Hohenzollern. Es war aber kein Verein im juristischen Sinne, also kein am Amtsgericht eingetragener Verein.

1914 – 1918 Nach dem verlorenen Krieg, bestand kein Interesse mehr an dem vorgenannten Verein

26.05.1921 Nach mehrmaligen Besprechungen u. Versammlungen wurde der Kriegerverein in Thier, in einen Schützenverein umgewandelt. 150 Mitglieder erklärten gleich ihren Beitritt, vorläufig 1. Vorsitzender war Otto Raffelsiefen aus Kohlgrube.

06.11.1921 Nach dem Wegzug von Otto Raffelsiefen nach Gelsenkirchen, übernahm den Vorsitz Otto Küster aus Bergesbirken. Zu diesem Zeitpunkt war der Schützenverein eher weltlich ausgerichtet, jedoch mit starker kirchlicher Ausrichtung. In der Satzung war damals schon festgehalten, dass sich der Verein an allen kirchlichen Aktionen beteiligte, z. B. vier Offiziere trugen bei Prozessionen den Baldachin.

06.08.1924 Weihung der 1. Fahne beim Schützenfest, die Dank der Spendenbereitschaft der Schützen angeschafft werden konnte. Dies war damals für einen jungen Verein eine große Leistung.

25.05.1924 Otto Küster trat aus Altergründen vom Vorsitz zurück und der Tiefbauunternehmer Wilhelm Berster aus Unterthier übernahm die Führung des Vereins.

28.10.1928 Wilhelm Berster, der sich außerordentlicher Beliebtheit erfreute, verzog nach Wipperfürth und Josef Hembach wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

22.03.1931 Wurden die Untergruppen des “ Oberbergischen Schützenbundes “ in den Orten Biesfeld, Offermannsheide, Olpe, Linde, Wipperfeld und Thier gegründet. Der Grund hierfür war, dass in den zwanziger Jahren der Pfarrer von Lev.-Bürrig, Dr. Peter Louis, die “ Erzbruderschaft gründete und die Schützenvereine an ihren tieferen Sinn, in der Losung “ Für Glaube, Sitte und Heimat “ erinnerte, schloss sich auch unser Verein diesem Verband an und wurde mehr und mehr zu einer Bruderschaft.

In der NS-Zeit versuchte die Partei mit allen Mitteln die Schützen von der Kirche zu trennen, was trotz Repressalien nicht gelang. Man wurde in den „Deutschen Schützenbund“ hineingedrängt, aber die kirchliche Beteiligung ging weiter und wurde vom „Deutschen Schützenbund toleriert. Dessen Ziel war das sportliche- oder Wehrschießen, welches bei uns nicht praktiziert wurde. Es bestand zwar eine Verfügung, wonach der Verein nur weltlich oder kirchlich auftreten durfte, aber bei der Überwachung dieser Vorschrift war man eher zögerlich.

1935 Bei der Krönung trat ein auswärtiges NS-Mitglied auf die Schützenreihen ein, angeblich weil ihm der Hitlergruß verweigert wurde. Nun wurde nicht der Schläger sondern der Geschlagene verhaftet. Vor Gericht konnte er beweisen, dass die Anschuldigungen falsch waren und er wurde entgegen der Forderung der Partei freigesprochen. Der Amtgerichtsrat wurde wegen mangelnder Linientreue anschließend versetzt.

1937 Musste das Schützenfest kurzfristig verlegt werden, weil die Partei für dieses Datum eine Kundgebung in Wipperfürth geplant hatte und man fürchtete um die Abwanderung zum Thierer Schützenfest. Dieses willkürliche Verbot richtete großen finanziellen Schaden an, weil Verträge mit Schaustellern und Zeltverleiher schon abgeschlossen waren und eingehalten werden mussten. Ebenfalls wurde in diesem Jahr die Jungschützenabteilung gebildet.

1939 Ging die erste Periode zu Ende, da sich der Verein wegen des Krieges nur kirchlich betätigte, d. h. sich an Prozessionen beteiligte, solange diese durchgeführt wurden. 63 Mitglieder waren während des Krieges zur Wehrmacht eingezogen worden, 11 davon sind gefallen bzw. vermisst. Nach dem Krieg und dem völligen Zusammenbruch des „Tausendjährigen Reiches“ war zunächst jede Betätigung der Schützenvereine von den damaligen Besatzungsmächten verboten. Alle Gewehre und Vereinsutensilien, wie Degen usw. mussten abgegeben werden. Der Generalpräses Dr. Louis, den die Gestapo eingesperrt hatte, konnte die Militärregierung davon überzeugen. dass die Schützenbruderschaften keine Kriegshetzer waren und die „Erzbruderschaft“ wegen Widerstandes von den Nazis aufgelöst wurde.

1948
Fand sich der Verein wieder zusammen und im August wurde das erste Nachkriegsschützenfest gefeiert. Es war ein bescheidener Anfang, Gewehre waren noch verboten, so wurde, wie auch in den folgenden Jahren, mit einer improvisierten Armbrust geschossen.

18.12.1949 Fand eine Verjüngung des Vorstandes statt, der zum Teil noch aus den Mitbegründern des Vereins bestand. Seit dem führte Josef Blechmann den Verein, der schon dem Vorstand seit 1930 angehörte. Die ausgeschiedenen Mitglieder, Vorsitzender Josef Hembach, Hauptmann Leo Höller und Schriftführer Johann Sprenger, die schon seit der Gründung dem Vorstand angehört hatten, wurden zum Ehrenvorstand ernannt. Durch den antikirchlichen Druck, hatte man sich noch mehr auf den tieferen Sinn der Bruderschaft besonnen. Die Satzungen wurden überholt und der Rahmensatzung des Zentralverbandes angepasst. Der Verein wurde gerichtlich eingetragen und nennt sich jetzt amtlich “ St. – Sebastianus – Schützenbruderschaft Thier 1921 e.V.“. Die Schützenbruderschaft wurde immer mehr zum tragenden Element der Dorfgemeinschaft.

1952 Folgte die Vollendung des Ehrenmals, dessen Pflege die Schützenbruderschaft bis heute übernommen hat.

1954 Wurde die Jungschützenabteilung wieder aufgebaut, 1. Jungschützenführer der Nachkriegszeit war Werner Gerke.

16.01.1955 Erfolgte der Beschluss zum Bau des Dorfgemeinschaftshauses, die Initiative, die Leitung und der größte Teil der Leistungen, ging von der Schützenbruderschaft aus. Der Ehrenhauptmann Leo Höller, verbrachte unentgeltlich die gesamte Bauzeit über, jeden Tag an der Baustelle und leitete den Arbeitseinsatz der freiwilligen Helfer. Im August des gleichen Jahres konnte bereits das Schützenfest im neuen Gemeinschaftshaus gefeiert werden.

1960 Hatte der Kirchenvorstand beschlossen, gegenüber dem Pfarrhaus einen Parkplatz anzulegen, mangels Mittel kam es nicht zur Ausführung. Der Schützenverein ergriff die Initiative und begann mit dem Ausbau. Es mussten über 10.000 cbm Erde angeschüttet werden und zu Zweidritteln mit einer Teerdecke versehen.

09.02.1969 Durch einen Beschluss der Generalversammlung, Christen anderer Konfessionen “ Die Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten “ in den Vereinen zu ermöglichen, passte sich der Verein dem Zeitgeist an.

1971 Im Jubiläumsjahr, fand erstmalig ein Kaiservogelschießen statt. König der Könige wurde unser Vorsitzender Josef Blechmann.

20.11.1971 Grundsteinlegung zum Bau einer modernen Doppelkegelbahn, die Kegelbahn die sich im Saal des Dorfgemeinschaftshauses befand, hatte nicht die offizielle Länge einer Bundeskegelbahn und der Saal war auch während des Kegelns für andere Zwecke blockiert. Neben den Eigenleistungen musste noch eine Summe von DM 60.000,00 finanziert werden, für die 20 Vereinsmitglieder persönlich bürgten.

13.08.1972 Fand die Einweihung der neuen Kegelbahn statt, sei dem dient sie der Dorfgemeinschaft als Sport- und Begegnungsstätte.

15.07.1973 Ein schwarzer Tag in der Vereinsgeschichte, von einer am selbigen Tag stattgefundenen Mitgliederversammlung, wurden fünf Jungschützen zum Schützenfest nach Hämmern beordert. Auf der Rückfahrt ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem insgesamt 6 Menschen ihr Leben ließen, unter ihnen waren zwei unserer Jungschützen. Danach wurde vom Vorstand beschlossen zukünftig die benachbarten Schützenfeste gemeinsam mit einem Bus anzufahren.

25.01.1976 Wurde Alois Dahl zum 1. Vorsitzenden gewählt und löste somit Josef Blechmann nach über 25 jähriger Tätigkeit ab. Auf Grund seiner großen Verdienste wurde Josef Blechmann zum Ehrenbrudermeister ernannt.

1977 Juni Gründung der Schülerschützengruppe

1978 Januar Nach Beschluss der Generalversammlung, war es nun möglich, Frauen und Mädchen als Mitglieder, mit allen Rechten und Pflichten, im Verein aufzunehmen.

14.06.1979 Der Parkplatz in der heutigen Ansicht, wurde in Eigenleistung der Dorfvereine unter der Leitung des Schützenvereins gebaut und an diesem Tag eingeweiht.

1979 Im Rahmen des Sonntaggottesdienstes zum Schützenfest fand die Einweihung unsrer neuen Vereinsfahne statt.

1984 November Wegen geänderter gesetzl. Vorschriften, war eine Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses für größere Veranstaltungen, ohne ohne eine zusätzliche Toilettenanlage gefährdet. Der Schützenverein baute eine komplette Toilettenanlage an die Kegelbahn.

1984 Am Ende des Jahres wurde unser Pastor und Präses der Bruderschaft, Willi Laschet, nach über dreißigjähriger Tätigkeit für unsere Pfarrgemeinde, verabschiedet.

1986 Wurde eine Königs-Ausgehkette angeschafft, um die ursprüngliche Kette zu schonen und um dem jeweiligen König Entlastung zu verschaffen.

1991 Auf Initiative der Jungschützen wurde eine komplette Discoanlage übernommen und erweitert, wozu hohe Investitionskosten nötig waren. Durch die unermüdliche Arbeit und tatkräftigen Einsatz der Jungschützen, hatten sich die Anschaffungskosten in wenigen Jahren wieder eingespielt.

1993 Unter der finanziellen Beteiligung der Eltern und des Schützenvereins, wurden die Schülerschützen neu eingekleidet. Alle erhielten eine grüne Weste, wodurch das Erscheinungsbild sich erheblich verbesserte.

1994 Einweihung der neuen Jungschützenfahne beim Patronatsfest. Franz-Günter Fehling wird in der Jahreshautversammlung zum 2. Brudermeister gewählt und löst Albert Kürten ab. Am 08.07.- u. 09.07.1994 werden durch den Schützenverein Kanalarbeiten am Festplatz (Parkplatz Kirche) vorgenommen. 23.08.1994 wird Josef Wüllner der goldenen Fahnenorden verliehen. Am Schützenfestmontag wird zum ersten male die Schützenmesse im Festzelt abgehalten. Zum Pfarrjubiläum (200 Jahre) und zum Kirchenjubiläum (100 Jahre) 1995, findet im Vorfeld eine Vertreterwahl in der Bruderschaft statt, die Wahl fällt auf Urban Selbach, der den Verein bei den Vorbereitungen vertritt.

1995 Zwei Pfarrjubiläen stehen in diesem Jahr an, zum Einen, 100 Jahre St. Anna Pfarrkirche Thier und zum Anderen, 200 Jahre Pfarre Thier. Zum 25. jährigen Priesterjubiläum von Pater Konrad Breidenbach, übergibt ihm die Bruderschaft eine handgeschnitzte Figur des hl. St. Sebastianus. Nach Vorstandsbeschluss wird das Erreichen des Altschützenalters, wie im Bezirks- und Diözesanverband auf 25 Jahre festgelegt. Zum 2. male, (danach nicht wieder) findet die Schützenmesse am Schützenfestmontag im Festzelt statt.

1996 Findet das 75. jährige Jubiläum der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Thier statt, zu diesem Anlass soll das Festzelt größer als üblich ausfallen und ist mit einer Größe von 20 x 35 Metern 10 Meter länger als sonst. Zum Jubiläum findet zum 2. male ein Kaiservogelschießen statt, der 1. Brudermeister Aloys Dahl, erringt mit dem 289 Schuss die Kaiserwürde und löst den damaligen 1. Brudermeister Josef Blechmann, nach 25 Jahren, als Kaiser ab. Am Schützenfestsonntag wird eine feierliche Mozartmesse mit verschiedenen Solisten gefeiert, im Anschluss daran fand der Festkommers mit vielen Gratulanten aus Stadt und Land statt. Auf der Jahreshauptversammlung wird der Bau eines neuen Schießstandes beschlossen und mit der Vorplanung begonnen. In der Vorstandssitzung vom 06.09.1996 wird der Beschluss gefasst, das Kaiserschießen zukünftig alle 5 Jahre durchzuführen. Am 14.12.1996 wurde für den Bau des Schießstandes ein Ausschuss gegründet, der mit der Planung und Durchführung beauftragt wurde.

1998 In der Jahreshauptversammlung wurde Josef Kamp für 75 jährige Mitgliedschaft in der Bruderschaft geehrt. Im Dezember 1998 ging die Baugenehmigung für den Schießstand ein.

1999 Feierte Josef Wüllner sein 60 jähriges Vereinsjubiläum. Erstmals ging der Festzug beim Schützenfest durch das Thierer Neubaugebiet. Am 26.03.1999 begannen die Ausschachtarbeiten für den neuen Schießstand. Der Dachstuhl wurde am 20.05. gerichtet und am 21.05.1999 fand das offizielle Richtfest statt, bei diesem Anlass wurden die 3 unermüdlichsten Arbeiter geehrt die für den raschen Baufortschritt verantwortlich waren. Die „Unermüdlichen 3“ waren Werner Syring, Anton Sommerfeld und Kurt Kersten. Wegen seiner besonderen Verdienste um die Bruderschaft, erhielt der 1. Brudermeister Aloys Dahl, beim Schützenfest, aus der Hand von Jürgen Zimmermann vom Diözesanverband, das „Schulterband zum St. Sebastianus – Ehrenkreuz“ verliehen.

2000 Nach 33 Jahren Vorstandsarbeit und 24 Jahren als 1. Brudermeister, stellte sich Aloys Dahl nicht zur Wiederwahl, abgelöst wurde er vom bis dahin 2. Brudermeister Franz-Günter Fehling abgelöst, Udo Dahl wurde zum 2. Brudermeister gewählt. Aloys Dahl wurde von der Schützenversammlung zum Ehrenbrudermeister ernannt. 20.05.2000 ist die feierliche Einweihung des neuen Schießstandes, der von Kaplan Long eingesegnet wurde. 27.05.2000 „Tag der offenen Tür“ mit Schießproben für Jedermann, es konnte mit Pfeil und Bogen, mit Luftgewehr und Kleinkalieber, oder mit dem Ball auf eine Torwand schießen.

2001 04.05. wird die neue Schülerschützenfahne, durch den Schülerschützenhauptmann Heribert Berster, vorgestellt. 18.08. 3. Kaiserschießen, mit dem 210 Schuss errang Heinz Büchler die Kaiserwürde.

2002 Bei der Jahreshauptversammlung am 19.01. wird Alois Sprenger für seine 65 jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Erstmalig findet am 20.04,- und 21.04. das Bezirksschießen auf unserem Schießstand statt, der nach dem Neubau die notwendigen Bedingungen erfüllt. Die Bruderschaft konnte das 25. jährige Bestehen der Schülerschützengruppe feiern.

2003 Am 17.08. wird Werner Gerke zum 50. Königsjubiläum im Festzelt geehrt. 18.08. vor dem Königsvogelschießen riss das Stahlseil vom Hochstand und der Kugelfang mit Vogel stürzte herunter.

2004 08.05.- und 09.05., zum 2. male findet das Bezirksschießen auf dem neuen Schießstand statt.

2005 23.04.2005, Bezirkkönigsball in Hämmern, einmalig in der Geschichte der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Thier und des Bezirksverbandes Wipperfürth ist es, dass alle Bezirksmajestäten aus einer Bruderschaft kommen. Die neuen amtierenden Bezirksmajestäten sind, Bezirksschülerprinz Matthias Schleiser, Bezirksprinzenpaar Sebastian Rolfs und Sonja Briem und das Bezirkskönigspaar, Roland und Sabine Kürten.

2015 Am 04.06. wird die neue elektronische Auswertungsanlage eingeweiht.

2016 Dirk Wagner wird Bezirkskönig und vertritt mit seiner Königin Anke den Bezirksverband Wipperfürth beim Bundesschützenfest in Werlte.

2017 Der demografische Wandel macht auch vor uns nicht halt. Weil die Zahl der Schülerschützen weiter abnimmt, werden die vor 24 Jahren eingeführten grünen Westen der Schülerschützen wieder abgeschafft und durch Krawatten ersetzt. Nun treten alle Schützen im Alter von 6 bis 16 Jahren mit einheitlichem Erscheinungsbild auf.

2018 Frank Wagner wird Bezirkskönig und vertritt mit seiner Königin Diana den Bezirksverband Wipperfürth beim Bundesschützenfest in Xanten. Emma Blechmann wird Landesmeisterin im Lichtpunktschießen (U12), Hannah Fisseler wird Vizemeisterin.

2019 Hannah Fisseler wird Landesmeisterin im Lichtpunktschießen (U12), Emma Blechmann wird Vizemeisterin. Paul Blechmann wird Vizemeister in seiner Altersklasse.

Im Jahr 2021 feiern wir das 100-jährige Bestehen unserer Schützenbruderschaft.